Sommer Anzüge

Sommeranzüge sind die stilvolle Antwort auf den Hochsommer, nicht nur im Büro.
Wir stellen die wichtigsten Klassiker vor

Der amerikanische Baumwollanzug  Baumwolle gehört zu den USA wie der Virginia-Tabak. Kein Wunder, dass Anzüge aus Baumwollstoffen dort auch im Businessdresscode eine Rolle spielen. Und zwar nicht nur in den heißen Südstaaten. Auch der konservative New Yorker macht sich die Hundstage in einem Baumwollanzug in Farben wie Khaki, Kitt oder Olive erträglich. Typisch ist dabei der Sack-Suit-Schnitt mit seinen weichen Schultern, der wenig betonten Taille und der Halbfütterung.

Der dunkelblaue Anzug  Wer auf dem ganzen Globus geschäftlich unterwegs ist, muss unabhängig von Land und Kulturkreis die immer gleich gute Figur machen. Der dunkelblaue Anzug bietet sich da als weltweit funktionierende Business-Uniform an. Aber er muss als Fliegengewicht daherkommen, denn verschwitzt darf ein „global player“ nicht aussehen. Deshalb wählt er für sein Outfit eine Ware aus feinstem Fasermaterial und gezwirntem Garn aus, denn so leicht der Anzug sein soll, so wenig darf er knittern. Die Wollqualitäten, die in Frage kommen, sind manchmal genauso teuer wie Kaschmirstoffe. Oder sogar noch kostspieliger.

Der Seersucker-Anzug  Der zweite US-Klassiker unter den Sommeranzügen ist der Seersucker-Anzug. Typisch für diesen Baumwollstoff sind das hellblau-weiße Streifendessin, es gibt Seersucker aber auch in Weiß-Beige, Weiß-Pink, Weiß-Grün oder in diversen Volltönen. -Typisch amerikanisch ist an diesem Anzug, dass er eigentlich alles andere als exklusiv oder vornehm ist. Seersucker-Anzüge trugen Handelsreisende und kleine Bankangestellte genauso wie Broker und Politiker. Gerne auch in der billigen Wash-and-wear-Ausführung aus Baumwolle-
Synthetik, die man praktischerweise nach einem heißen Tag in der Badewanne des Motels wusch und auf einem aufblasbaren Bügel trocknete. Am angenehmsten sind Seersucker-Qualitäten aus 100 Prozent Baumwolle. Italiener fertigen sie auch in der Luxusversion, authentischer sind sie aber von einem der alten Ivy-League-Ausstatter.

Der Seidenanzug  Wer trägt schon Seidenanzüge? Das ist schwer zu sagen, denn man kann sie nicht von Anzügen aus feiner Wolle oder Baumwolle unterscheiden. Die meisten Träger von Seidenanzügen lieben nämlich das Understatement und überblättern bei ihrem Schneider alle Seidenqualitäten, die durch Glanz oder Struktur als solche erkennbar wären. Ein Seidenanzug, der wie Seide aussieht, ähnelt einer Gold-Rolex. Beides ist nicht automatisch geschmacklos, die Gefahr, geschmacklos zu wirken, ist aber gegeben. In der Herrenkonfektion sind Seidenanzüge so gut wie nicht existent, deshalb werden sie in aller Regel nach Maß gefertigt. Entweder vom Maßkonfektionär oder aber vom Maßschneider. Wer sich Stoffmusterbündel von Seidenstoffen vorlegen lässt, wird vielleicht überrascht sein, wie unauffällig viele der gezeigten Varianten sind. Die daraus genähten Anzüge tragen sich sehr angenehm. Und das Wissen, was man trägt, steigert den Genuss.

Der Glencheck-Anzug  Prince Charles zählt zu Recht als einer der „best-dressed men“ der Welt, typisch britisch ist sein Stil heute aber nicht mehr. Die Mehrheit seiner Landsleute pflegt leider längst einen Stil, der sich kaum noch vom dem der restlichen Businesswelt unterscheidet. Einzig im Sommer zeigen Briten nach wie vor eine Vorliebe für den hellen Glencheck-Anzug aus leichter Kammgarnware. Er darf an sehr heißen Tagen auch in der City getragen werden, vornehmlich ist seine Domäne aber die Geschäftsreise. Dort kommt dann das sportliche Image des Dessins zum Tragen. Ansonsten wird der leichte Glencheck-Anzug, einreihig oder zweireihig, gerne auch bei sportlichen Ereignissen wie Pferderennen und ähnlichen traditionsreichen Sportevents ausgeführt – stilecht mit Panamahut und Regimentskrawatte.

Der neapolitanische Leinenanzug  Von einem Grafen aus Neapel wird berichtet, dass er sich jeden Sommer sieben neue Leinenanzüge bei Rubinacci schneidern ließ, für jeden Tag der Woche einen. Die Anzüge wurden ohne Einlagen verarbeitet und konnten von Hand gewaschen werden. Nach einmaligem Tragen kam der Anzug in die Wäsche und wurde vom Diener des Aristokraten für den nächsten Einsatz aufgebügelt. Nach einem Jahr wurden die Anzüge dann weggegeben. Der Leinenanzug an sich ist keine italienische Erfindung. Der Leinenanzug mit der für Neapel typischen, extrem leichten, hemdartigen Verarbeitung hingegen schon

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